Wenn wir die Kinder aus den Augen, aus den Herzen verlieren, verlieren wir die Zukunft aus dem Blick.

Alle haben wir gemeinsam für unsere Zukunft und die Zukunft dieser Erde Sorge zu tragen. Diese Zukunft kann nur dann eine wirkliche Zukunft werden, wenn wir uns ent-wickeln.

Als Erwachsene haben wir den Boden für diese Ent-Wicklung zu bereiten.

Coaching für Eltern und Kinder

Wir wissen, dass ein System sich nicht verändert, solange sich das Bewusst-Sein innerhalb dieses sich nicht verändert. Bewusster Werden erfordert ein anderes Hinsehen, einen anderen – erweiterten – Blick auf sich selbst als Eltern(-Teil) und aus diesem heraus auf das Kind; ein Verständnis für das Kind und seine erlernten „Anpassungs-Programme“ und natürlich auch die Bereitschaft, sich selbst verstehen, verändern und mitent-wickeln zu wollen.

Das Kind Kind SEIN lassen

Ein wichtiger Wegweiser ist es, zu verstehen, dass die Eltern-Kind-Beziehung schon immer eine Verbindung des gemeinsamen Wachsens ist. Dies meint nicht, dass unsere Kinder die Ziele für uns zu erfüllen haben, die von uns selbst – aus welchen Gründen auch immer – nicht realisiert werden konnten. Es gilt vielmehr zu entdecken und zu sehen, dass sie ein Teil von uns selbst sind und als dieser von uns untrennbare Teil auch unsere „Geschichte“ in sich tragen. Wenn wir verstehen, was die erzwungene Anpassung mit uns gemacht hat, wie die „Anpassungs-Programme“ unser Leben unbewusst/bewusst steuern, wenn wir verstehen, dass wir uns damit selbst in ein Korsett gezwängt haben, das uns buchstäblich kaum Luft zum Atmen lässt, wie können wir dies noch länger unseren Kindern zumuten?

Als Eltern können wir

aufhören die Gefühle der Kinder zu ignorieren, zu missbilligen und von uns weisen – dies gilt ebenso für uns selbst.

beginnen, unsere Kinder in allem anzunehmen, was ist, ihre Realität als solche anzuerkennen und zu akzeptieren.

lernen, wie wir unsere aufgebauten Mechanismen und Konzepte nicht auf unsere Kinder übertragen.

verstehen, wie Gefühle jeden Aspekt unseres (Zusammen-)Lebens beeinflussen und somit den Kindern liebevolle Unterstützung zukommen lassen.


unseren Kindern spiegeln, dass wir sie hören und sehen, dass wir ihnen Liebe schenken, die unabhängig des Verhaltens existiert und fließt. Nur so können sie sich selbst sehen und lernen, sich zu lieben – so wie sie sind.

unsere Kinder beim Fühlen-Lernen und damit „So sein Können“ unterstützen. Denn: JEDES Gefühl ist berechtigt, z.B. natürlich auch die Wut. Hören Kinder: „Hör auf wütend zu sein!“ interpretieren sie automatisch, dass das Gefühl nicht da sein darf, was weitreichende Folgen hat. Es ist zwischen dem Gefühl selbst und dem Ausagieren des Gefühls zu unterscheiden.

ANAMAR Coaching für Eltern und Kinder/Jugendliche (ab 12 Jahren)

Die ANAMAR-Akademie bietet Coachings für Eltern, Kinder und Jugendliche an, die die gemeinsame Ent-Wicklung innerhalb der Familie unterstützen. Die Schwerpunkte der Coachings ergeben sich aus der jeweiligen Ist-Situation und den auftauchenden Bedürfnissen und Fragen der Kinder und Jugendlichen und ihren Eltern.

persönlich oder via Zoom

Erstgespräch

In einem Erstgespräch (ca. 30 Minuten), das wir telefonisch oder auch per Zoom führen, können wir uns kennen lernen und ein Gefühl für einander bekommen. Dieses Erstgespräch ist kostenfrei.

Leitfragen für Eltern/Erziehungsberechtigte können sein:

* Was braucht mein Kind wirklich für seine Ent-wicklung und wie kann ich es beim (Auf-)Wachsen liebevoll unterstützen?

* Ich reagiere auf eine bestimmte Art und Weise auf das Verhalten meines Kindes. Wie gelingt es mir, anders zu reagieren, anders mit meinem Kind zu sein?

* Mein Kind geht ungern zur Schule – wie können wir das ändern und wie kann ich mein Kind sinnvoll und strukturiert beim Lernen unterstützen?

Leitfragen für Kinder/Jugendliche können sein:

* Ich fühle ich mich traurig, ausgeschlossen, werde „gemobbt“ und finde keine Freunde. Wie kann ich etwas ändern?

* Wie gelingt es mir, dass mich die Erwachsenen besser verstehen?

* Wie kann ich mit meinen Gefühlen (z.B. Wut) und dem, was dann „aus mir herauskommt“, besser umgehen?

* Ich will glücklich sein, bin es aber nicht. Ich suche nach etwas, von dem ich nicht weiß, was es ist und wie ich es erreiche. 

Stimmen

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"Ich hatte das Gefühl, alleine zu sein, die Überforderung und die Angst nahmen mehr und mehr Platz in meinem Leben ein, ich dachte, es gibt keinen Ausweg mehr. Steffi hat mir gezeigt, dass es im Leben immer Möglichkeiten gibt, wenn man die Kraft und den Mut hat, sich an jemanden zu wenden. Ich wurde darin unterstützt, ich selbst zu sein, zu mir zu stehen und meinen Weg zu gehen. Es war jemand da, der mir mit offenem Herzen begegnet ist, mir zuhörte und mir das Gefühl gab, nicht alleine zu sein, und bei all meinen Entscheidungen zu mir stand und mich unterstützte. Mir wurde gezeigt, dass es in Ordnung ist schwach zu sein, und es eine Stärke ist, sich Hilfe zu suchen, es ist mutig und gibt einem Kraft. In meinem Leben habe ich hohe Ansprüche und Erwartungen gehabt, ich wollte studieren und habe gehofft mit meinen Leistungen Aufmerksamkeit und Liebe zu bekommen, denn ich dachte damals, dass dies nur die einzige Möglichkeit wäre um geliebt zu werden. Dass Perfektionismus die einzige Möglichkeit ist, gut genug zu sein. Doch dank der Unterstützung konnte ich meinen Wert sehen und mich anfangen zu akzeptieren und zu lieben. Ich konnte herausfinden, wer ich wirklich bin und welche Wege ich gehen will. Ich bin unglaublich dankbar, denn ich wäre heute nicht dort, wo ich bin."

Aysel H.

 ANAMAR – Lernen zu sein

LERNEN ZU SEIN-Trainings für Kinder und Jugendliche

Die ANAMAR-Akademie möchte eine Plattform für Vernetzung schaffen. Ziel dieser ist die Entwicklung und Verbreitung von Trainings für Kinder und Jugendliche und ebenfalls die Entwicklung von (Pilot-)Projekten für Schulen, Kindergärten und andere erzieherische Einrichtungen im deutschsprachigen Raum. Dafür sind wir auf Unterstützung angewiesen: Fragen, Anregungen oder auch Mitarbeitswünsche bitte an info@anamar-akademie.de.

 

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„Du selbst zu sein, in einer Welt, die dich ständig anders haben will, ist die größte Errungenschaft.“                                             Ralph W. Ermerson

JETZT mit Kindern sein – Text zur Corona-Krise

Wir sehen weniger Kinder spielen. Wir sehen weniger Kinder lachen.

Wir sehen viele besorgte Erwachsene. Eltern, die einem Gefühlssturm ausgesetzt sind.

Angst, Trauer, Wut, Verzweiflung.

Aber was fühlen unsere Kinder?

Wir können ihnen sagen, was sie tun sollen.

Wir können ihnen sagen, was sie nicht mehr tun dürfen.

Wir können versuchen, ihnen zu erklären, was wir selbst kaum verstehen.

Wir können sie aber auch fragen, was sie fühlen.

Dann nähern wir uns ihnen wirklich, können sie wahrnehmen, sehen, dass sie wie kleine Seismographen sind, dass sie alles aufnehmen und registrieren, was um sie herum geschieht.

Im Sein mit den Kindern können wir fühlen, dass auch ihre Herzen „beben“, auch wenn sie nach außen stumm bleiben. Doch nur weil sie nichts in Worten äußern, ist es nicht so, dass sie nichts fühlen.

Was Kinder jetzt brauchen, ist Liebe. Liebe, die sich darin ausdrückt, alles, was ist, was in den Kindern auftaucht, anzunehmen und dem mit Verständnis und Liebe zu begegnen.

Lasst uns endlich (ein-)sehen, dass, wenn wir glauben, dass das Kind sich unangemessen verhält, es meist die Reaktion auf unterdrückte Gefühle ist.

Lassen wir die Kinder nicht allein mit ihren Gefühlen. Das Herz des Kindes ist noch zart, schlimme und starke Gefühle kann es nicht alleine tragen. Wir müssen mit der Botschaft da sein: Du bist mit jedem Gefühl ganz und gar in Ordnung. Jedes Gefühl darf sein. Ich als Erwachsener bin da, gebe dir Halt und trage dein Gefühl mit. Du kannst es buchstäblich auch bei mir abladen. Die Angst, der Schmerz, die Wut, das Alleinsein, all das darfst du bei mir abladen – und was ich dir gebe ist vollkommene Liebe.

Lasst uns mehr mit ihnen sprechen, sie in den Arm nehmen und wenn wir selbst keine Worte mehr finden, mit ihnen still sein.

Denn auch mit Kindern ist jetzt ein weniger an Tun mehr.

Weniger Druck hinsichtlich der von den Pädago*innen weiterhin gestellten Arbeitsaufträge, weniger Erwartungshaltung „Ich will, dass du dich so oder so verhältst.“

Weniger von all dem, was wir Erwachsene uns auch selbst in diesen Tagen und Wochen nicht mehr abverlangen sollten.

Anhalten. Radikal. Sehen und fühlen, wahrnehmen, was wirklich wichtig ist. Dann kann dieser Outbreak vielleicht zum „Break Out“ werden – zu einer Auszeit, einer Chance – auch für eine Rückbesinnung und die Wiederentdeckung der Familie, für Eltern, für Kinder; für uns alle.

Lasst uns auch einen Appell an das Bildungssystem richten, in das unsere Kinder nach der Krise zurückkehren werden: Kümmert Euch nicht so sehr um den Verstand, sondern viel mehr um die Herzen. Das Fühlen ist das, was uns von Robotern unterscheidet und das, was uns retten wird.

Stefanie T. Dürl – Christian Meyer April 2020